Gespeichert von Felix am Mo., 07/01/2019 - 14:49

Am 3. und 4. Jänner waren in unserem kleinen Ort zahlreiche Kinderbanden unterwegs, um als Könige verkleidet Haustüren mit kryptischen Zeichen zu versehen (wir berichteten).

Halleluja!

Einem unserer Ermittler ist es gelungen, die Kinderbanden in einem unerwarteten Moment heimlich zu fotografieren: Sie wirken so unschuldig – wie sehr der Schein täuschen kann!

[UPDATE] Wie versprochen haben wir diese Sache natürlich nicht ruhen lassen, und konnten so mithilfe eines Undercover-Ermittlerteams dem ominösen Treiben auf den Grund gehen. Was wir da durch betont unverfängliche Fragen und Nachforschungen entdeckt haben, war schockierend:

St. Marienkirchen an der Polsenz. Die Drahtzieherin hinter dieser vermutlich kriminellen Vereinigung war niemand geringerer als die in den entsprechenden Kreisen bereits einschlägig bekannte Magdalena Raab, ein Organisations-Mastermind, das das Unmögliche vollbracht hat: Sieben Kinder- und Jugendgruppen sowie drei Erwachsenengruppen mit je 3-5 Mitgliedern wurden angeworben und auf 15 Routen verteilt. Für jede dieser Routen mussten Caterer gefunden werden, um die „Sternsinger“ zu versorgen. Die Kinderbanden wurden mit Utensilien wie Flyern, Kreide und Spendenboxen ausgestattet, bekamen einen mehr oder weniger ortskundigen Guide zugewiesen und mussten immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, kein Haus durfte vergessen werden.
Doch damit nicht genug: Am 6. Jänner wurde zusätzlich noch eine Hausbesetzung des örtlichen Gotteshauses durchgeführt, und die Kirchengemeinde mit einem ausgeklügelten Programm von der Legitimation ihrer Organisation überzeugt.
Wahrlich, keine leichte Aufgabe, die vermutlich ohne ihre rechte Hand, Magdalena Baumgartner, sowie ihre linke Hand, Thomas Wahlmüller, nicht möglich gewesen wäre.

Immer omnipräsent in unseren Nachforschungen: Die Suche nach einem Motiv für diese Taten. Jetzt, nach unserer intensiven Recherche, hat sich auch diese Frage geklärt, und sie erschüttert das Weltbild, das wir bisher von dieser Organisation hatten: Wir bitten vielmals um Entschuldigung, bei den Sternsingern handelt es sich unseren Erkenntnissen nach allem Anschein zum Trotz doch nicht um eine kriminelle Vereinigung von Vandalisten, sondern tatsächlich um eine Spendensammlung für Bedürftige in Dritte-Welt-Länder. Und die gesammelten Spenden können sich sehen lassen:
Es wurden unglaubliche 8897,82€ in die Kassen der Samareiner Kinder geworfen.

Vielen Dank an alle, die den Sternsingern ihre Türen geöffnet und sich an diesem rekordverdächtigen Ergebnis beteiligt haben. An alle, die sie aus der Kälte zum Aufwärmen in ihre Häuser gelassen haben und ihnen durch Tee und süße Wegzehrungen Motivation gegeben haben. An alle KöchInnen, die sie mit ihren Köstlichkeiten gestärkt und verwöhnt haben, und an alle WäscherInnen, die die schmutzigen Umhänge gereinigt haben. An das Organisatorenteam, das so eine gute Arbeit abgeliefert hat.
Und zu guter Letzt natürlich auch an alle Sternsinger, die Wind und Schnee getrotzt haben und eingetreten sind für eine bessere Welt.

 

Es singen die Kinder, die Kinder der Welt, sie singen dass jeder sie hört.
Sie singen vom Frieden sie singen vom Glück, sie singen von dem was sie stört.
Es singen die Kinder, die Kinder der Welt, die frohen und auch die im Leid,
Sie singen für die, deren Stimme nicht reicht, sie singen in unserer Zeit.

 

Sollten die Sternsinger euer Haus doch übersehen oder ihr euch verpasst haben, oder falls ihr einfach gerne auf 10.000€ aufrunden möchtet, gibt es immer noch die Möglichkeit, das über folgende Website zu tun: https://www.dka.at/index.php?id=33

Falls ihr ein Bild von euch aus dem Artikel entfernen lassen wollt oder sonstige Anregungen habt, bitten wir um eine kurze, formlose Email an js.samarein@gmail.com!

Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!
Halleluja!