CO2-neutral: Weltweit erste ökologische Feuerbestattung

St. Marienkirchen/Polsenz. Die Feuerbestattung Oberösterreich übernimmt 100 Tage nach ihrer Eröffnung eine Vorbildfunktion. Als weltweit erste Feuerbestattung finden ab Februar 2016 alle Einäscherungen CO2-neutral statt. Das erklärte Ziel ist es beizutragen, dass der letzte Fußabdruck eines Menschen mit Verantwortung erfolgt.

Von Beginn an ist die Feuerbestattung Oberösterreich mit einem großflächigen Sonnenkraftwerk und modernster Technik ökologisch ausgerichtet. Jeden Sommer wird mehr elektrische Energie erzeugt, als für den Betrieb nötig ist. Betriebsleiter Peter Schauer erklärt: „Als soziale Institution war es unsere Hauptmotivation, einen ökologischen Vorbildbetrieb aufzubauen. Unter uns Gründern der Feuerbestattung war immer klar, dass wir ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Unternehmen aufbauen wollen. Schon 100 Tage nach Betriebsstart haben wir dies mit dem Schritt zur CO2-Neutralität geschafft.“

Die Feuerbestattung Oberösterreich war schon seit Betriebsstart ein ökologischer Spitzenreiter. Die nun vorhandene klimafreundliche Bestattungsalternative ist die logische Fortsetzung der bisherigen Klimastrategie. In Zusammenarbeit mit der Umweltinitiative Climate Austria werden sämtliche CO2-Emissionen auf Null reduziert. Dies erfolgt durch finanzielle Unterstützung von regionalen Klimaschutzprojekten, die sonst nicht hätten verwirklicht werden können. Der Grundgedanke in der Ermöglichung dieser Umweltprojekte liegt darin, den Ausstoß einer bestimmten Menge an CO2, der an einem Ort nicht vermieden werden kann, an einem anderen Ort der Region zu verhindern bzw. zu binden. Die regionale CO2-Bilanz wird so nachhaltig reduziert.

 

Minimaler Energiebedarf

Mit dem weltweit führenden Anlagenhersteller IFZW aus Deutschland wurde ein Ofentyp gewählt, der sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet. Als Investition in die Zukunft ist gewährleistet, dass sich sowohl der Energiebedarf als auch die Emissionswerte auf ein Minimum reduzieren. Eine ausgefeilte Anlagensteuerung, genauso wie eine über Jahrzehnte verbesserte Rauchgasreinigung unterbietet Umweltschutzgrenzwerte um ein Vielfaches.

In Zusammenarbeit mit dem ausführenden Architekten DI Georg Harant wurde die Bauplanung und -durchführung ökologisch abgestimmt. Sämtliche Bauteile wurden auf ihre ökologische Wertigkeit hin überprüft. Georg Harant führt aus: „Für mich war es spannend, die Vision eines ökologischen Vorbildbetriebs gebäudetechnisch umzusetzen. Mit der Feuerbestattung Oberösterreich ist uns ein überregionales Leuchtturmprojekt gelungen.“

 


 

100 Tage Betrieb

Nach einer fulminanten Eröffnungsfeier mit 1.500 Besuchern etablierte sich die Feuerbestattung Oberösterreich in kurzer Zeit zu einem geschätzten und verlässlichen Partner für Bestatter. Bisher durfte die Feuerbestattung Oberösterreich den letzten Weg von 700 Verstorbenen begleiten. Das große Interesse an der neuen Institution für einen würdevollen Abschied spiegelt sich auch in den sehr gut besuchten monatlichen Führungen wieder. Dadurch setzen wir dem "Tabu Tod" etwas entgegen. Als Teil dieser Transparenz wird es Angehörigen auf Wunsch ermöglicht, bei der Einäscherung von Verstorbenen dabei zu sein und sie bei ihrem letzten Weg zu begleiten. Bisher zeigte sich, dass rund ein Prozent aller Angehörigen ihre Verstorbenen bei der Einäscherung begleiten.